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VermögenskulturUPDATE – 19. April 2024

Karl Huber, Stephan Simon, Christian Stöhr als Team Portfoliomanagement der VERMÖGENSKULTUR AG

 

Chart Vermögenskultur UPDATE April 2024

Die geopolitischen Konflikte nehmen zu und machen vielen Menschen Angst. Die Kurse an den Börsen bleiben davon in der Regel nicht unbeeindruckt. Schließlich sind die Finanzmärkte auch ein Gradmesser für politische Unsicherheit. In einer unklaren Gemengelage sinken die Kurse. Das dreht sich aber schnell, wenn die Entscheidung gefallen ist, auch wenn es Krieg gibt. Das zeigt die Geschichte. Der US-Aktienmarkt reagiert in der Regel nur kurzfristig auf Kriege. Einen großen Bärenmarkt hat ein Krieg noch nicht ausgelöst. „An der Börse wird die Zukunft gehandelt“, lautet eine Börsenweisheit, oder anders ausgedrückt: Die Aktienkurse spiegeln die Zukunftserwartungen der Marktteilnehmer wider. Und wenn es Krieg gibt, ist die Zeit der Unsicherheit davor vorbei, der Markt steht vor vollendeten Tatsachen. Und darauf kann man nicht spekulieren. Also setzen die Investoren auf die neue Weltordnung, die durch den Krieg entsteht. Die Börse preist also letztlich ein Friedensszenario ein.

Unsere strategische Allokation basiert auf verschiedenen Faktoren. Dazu gehören die konjunkturelle und monetäre Lage, die Stimmung und der Risikoappetit, aber auch die Bewertung an den Finanzmärkten. Angesichts des guten Starts vieler Aktienmärkte ins neue Jahr und der hartnäckigen Inflation in den USA, die der  Fed weniger Spielraum lässt als noch vor einigen Monaten angenommen, kombiniert mit einer sehr bullishen Stimmung, sind wir im Quartalsverlauf vorsichtiger geworden und haben unsere Aktienquote reduziert.

Eine Korrektur halten wir angesichts der oben genannten Faktoren, zu denen auch die aktuellen geopolitischen Risiken gehören, für durchaus möglich. Das saisonale Muster „Sell in May and go away“, das in der Vergangenheit häufiger zu beobachten war, unterstützt die anderen von uns berücksichtigten Faktoren. „Sell in May and go away“ wird jedoch häufig durch den Zusatz „but remember to come back in September“ ergänzt. Wir würden Korrekturen demnach dazu nutzen, die Aktienquote wieder zu erhöhen.